Monatsspaziergang im Januar 2026
19.1.2026
Am zweiten Sonntag im Januar luden frisch gefallener Schnee und strahlender Sonnenschein zum Spaziergang ein.
Beide Zutaten verzaubern jeden Weg und so habe ich einfach meinen üblichen Spaziergang gemacht. Ein Bonus zusätzlich an einem Sonntag ist, das kaum Autos fuhren, dafür waren sehr viele Spaziergänger unterwegs. Den gleichen Weg habe ich schon einmal ohne Schnee für den Monatsspaziergang im Oktober 2022 fotografiert. Mein Spaziergang geht um den Böhmer Weiher, er liegt ein Stück südlich von unserem Haus im Nachbarort Puchheim. Nicht, daß ich weit gehen muß, Gröbenzell und Puchheim gehen einfach ineinander über. Ohne Fotografieren dauert der ganze Spaziergang nur gut eine Stunde.
Die kleine Straße ist noch voller Schnee, keine Autos oder Schneeräumfahrzeuge haben sie frei gefahren.

Auch auf dünnen Zaundrähten und feinsten Blütenständen sind Schneehäubchen und glitzern in der Sonne. Es war an dem Tag sehr kalt, -7°C, da hat die Sonne nichts weggeschmolzen.

Ich komme an einem kleinen Hügel vorbei, der perfekte Rodelhang direkt vor der Haustür.

Zum See hin komme ich an einem Feld vorbei, die Spuren im Schnee zeigen, wieviele Leute an diesem Vormittag schon unterwegs sind.

Das Feld selber ist ganz weiß, oft haben wir nur so wenig Schnee, das immer noch ein bißchen Acker durchschaut.

Am Wegesrand faszinieren mich wieder die Blütenstände.
Zwischen den Bäumen sieht man jetzt den zugefrorenen See.

Der Blick über den See

und am Ufer entlang.

In die ander Richtung ist der See nicht ganz zugefroren,

auf dem eisfreien Teil schwimmen die Enten.
Der nächste Trampelpfad direkt am Seeufer entlang lockt. Wenn es nicht so eisig ist, ist der Pfad in dieser Jahreszeit üblicherweise sehr matschig.

Und wieder der Blick über den zugefrorenen See. Das Ufer zieht sich in vielen Kurven mit Halbinseln dahin. Das sorgt von allen Seiten für einen jeweils anderen idyllischen Blickwinkel.

Dank des gefrorenen Bodens kann man auch zwischen das Schilf am Ufer gehen.

Auf der anderen Seite vom See sieht man ein Ungeheuer am Ufer. Es war mal ein sehr verwachsener alter Baum, der schon immer verwunschen aussah. Vor ein paar Jahren hat ein Sturm ihn entwurzelt, er wurde danach nicht abgesägt und entfernt, sondern verwittert im Laufe der Jahre. Der See wird im Sommer intensiv genutzt zum Schwimmen, aber auch zum Feiern mit Feuer machen. Die jetzige Gestalt des Restbaumes ist auch durch Menschenhand entstanden.

Ein weiterer Blick am Seeufer entlang:

Am Ufer wachsen an einer Stelle viele Hartriegel, deren neue Zweige schön rot sind. Jeden Winter wieder freue ich mich über diesen Farbtupfer.

Auf dem Weg zurück grüßen von einem Brückengeländer zwei kleine Schneemänner.

Jetzt muß ich noch über eine alltags vielbefahrene Straße, um wieder nach Hause zu kommen. An diesem Sonntag ist sie so frei, daß ich mich mitten drauf stellen kann, um den Kirchturm im Ortskern mit aufs Foto zu bekommen.

Es war ein sehr schöner Spaziergang, der Schnee und die Sonne ließen die gewohnte Umgebung so frisch und sauber aussehen. Mir gefielen die vereisten Blütenstände und die interessante Struktur des zugefrorenen Sees. Auch diesen Spaziergang zeige ich wieder bei Heike - 3hefecit. Es macht Spaß nach so einem ausgiebigen Fotospaziergang die schönsten Bilder rauszusuchen und zeigen zu können. Jetzt werde ich bei Heike schauen, welche Spaziergänge andere so gemacht haben.




