12 von 12 im Januar 2026
13.1.2026
Im neuen Jahr ist es schon wieder der 12., der Tag an dem Caro von Draußen nur Kännchen die 12 Bilder des Tages sammelt.
Der Tag beginnt kalt, mit -4,7°C. Draußen ist noch alles schneebedeckt. Es soll wärmer werden, also noch ein letztes Foto vom verschneiten Garten.

Auf unserem Eßtisch stehen noch die Schokoladenweihnachtsmänner. Ich finde sie schön als Deko zum Kaffee an Heiligabend, aber bei all den Leckereien die es dann gibt, überlebt die Schokolade bis weit in den Januar und wir wieder Appetit drauf haben.

Nach dem Frühstück gehe ich an meinen Nähtisch und werde als allerletzte Arbeit noch ein paar Jerseydruckknöpfe an einem kleinen Sweatshirt anbringen. Ich mag das überhaupt nicht, von zwei Shirts im letzten Jahr haben sich die Druckknöpfe bei Gebrauch einfach wieder gelöst. Ich habe mir extra die Zange von Prym zugelegt. Bei diesem Sweatshirt hatte ich jetzt versucht Knopflöcher zu nähen, aber das ging gar nicht mit. Wegen der Nahtzugaben auf der kleinen Fläche, mochte meine Nähmaschine das überhaupt nicht transportieren. Also habe ich es jetzt doch nochmal mit viel Gewalt versucht. Habt ihr Erfahrung mit Jerseydruckknöpfen? Halten die bei euch, was macht ihr, damit das klappt?

Auf dem Fensterbrett über meinem Nähtisch blüht jetzt schon zum zweiten Mal der Weihnachtskaktus. Ich finde die Blüten und ihre feinen Farbabstufungen so schön, jedes Jahr wieder habe ich im Winter ein Foto davon in meinen 12 von 12.

Das Shirt ist fertig und ich räume meinen Arbeitstisch auf. So frei, wie er jetzt ist, kann ich nun meinen Füller ausprobieren. Ich hatte mir einen schönen zu meinem Diplom vor vielen Jahren gegönnt. In den letzten Jahren habe ich ihn kaum noch benutzt. Zur Weihnachtspost im Dezember habe ich ihn wieder rausgeholt und festgestellt, daß er und alle Patronen, die ich nocht hatte, völlig ausgetrocknet waren. Den Füller wieder benutzbar zu machen, habe ich auf jetzt verschoben. Ich habe ihn gründlich mit Wasser gereinigt, trocknen lassen und neue Patronen gekauft. Heute habe ich ihn ausprobiert. Wenn die Tinte nicht fließen will, habe ich früher den Füller immer ein bißchen geschüttelt, was oft zu reichlich Spritzern überall geführt hat. Deshalb der freie Tisch. Aber diesmal war die Vorsicht überflüssig, der Füller schreibt einfach wieder.

Den Titel bzw. das Logo von meiner Webseite „langer-faden“ habe ich ursprünglich mit der Hand geschrieben, eingescannt und vektorisiert. Erkennt ihr auf dem Foto oben, das es die gleiche Schrift ist?
Den Füller bewahre ich in einem alten Holzetui auf, das mein Vater als Schüler benutzt hat. Die schwarz ausgemalte Fläche stammt noch von ihm.

Inzwischen schneit es bei uns heftig, die Dachfenster über meinem Arbeitsplatz sind inzwischen ganz bedeckt und verdunkeln den Raum sehr.

Der Schneefall soll in Regen übergehen, es ist inzwischen schon +2°C, ich hoffe, daß die Fenster bald wieder frei sind. Wie fast jeden Vormittag esse ich jetzt erstmal einen Apfel.

Ich suche Noten für ein Stück, daß wir damals im Orchester in der Musikschule gespielt haben. Ich weiß noch den Komponisten, aber nicht mehr die genaue Stückbezeichnung. Meine Recherche im Internet hat mich nicht weitergeführt. Jetzt liegt der Stapel uralter Noten auf meinem Arbeitstich, meine Stimmnoten habe ich nie weggeschmissen. Hoffentlich sind die von dem Stück, das ich suche noch darunter mit einer anständigen Stückbezeichnung. Bei Orchesterstimmen, die unser Dirirgent manchmal extra für unsere Besetzung umschrieb, ist das leider nicht immer der Fall.

Aber erstmal wird Mittagessen gekocht, es gibt Rosenkohl.

Draußen ist es heftig am Tauen.

Auch von unserer Terrassenbedachung fängt die dicke Schneedecke an runter zu rutschen, da wird dann trotz trüben Wetters das Wohnzimmer endlich wieder hell.

Für diesen Tag war überfrierender Regen gemeldet; es hat zwar geregnet, aber der wurde auf dem Boden nicht zu einer Eisfläche. Ich war später am Tag noch unterwegs, aber der häßliche Regen, und die rutschige Mischung aus Eis und Wasser auf den Gehwegen hatten mir alle Lust auf weitere Fotos verdorben. Zwölf Fotos hatte ich immerhin schon, auch wenn die nicht sonderlich spannend sind. Jetzt schau ich mal wie der Alltag bei anderen verlaufen ist. Auch diesmal kommt mein Beitrag erst einen Tag zu spät. Ich bin ein Morgen- und überhaupt kein Abendmensch, für mich ist es viel besser erst am nächsten Morgen Fotos zu bearbeiten und Beiträge zu schreiben.





Schöne Grüße aus dem Schnee in den Schnee, Karen