Ginger Jeans die 2.
5.11.2025
Zum MeMadeMittwoch zeige ich eine weitere Jeans.
Dieses Jahr wollte/mußte ich mir unbedingt Hosen nähen. Aber ich zögere immer damit anzufangen und auch das Nähen selber zieht sich wie Kaugummi in die Länge. Im März habe ich mir eine Ginger Jeans genäht, die Nähanleitung ist super und die Jeans trägt sich sehr gut. Trotzdem habe ich eine ganze Weile gezögert, die nächste in Angriff zu nehmen. Der Schnitt kommt in den Variationen Bündchen auf der Hüfte und in der Taille. Bei der Jeans im März habe ich mich für die Passform „Low Rise“ entschieden. Ich denke, früher waren auch Kaufjeans nicht so hoch geschnitten und bei meinen neueren Jeans habe ich immer bedauert, daß die höher saßen. Die selbst genähte Jeans sitzt gut, nur habe ich inzwischen - Gewohnheit! - immer das Gefühl, sie rutscht mir demnächst von der Hüfte. Ganz bewußt habe ich dann beim Tragen die Finger davon gelassen, sie rutscht tatsächlich NICHT. Trotzdem habe ich jetzt die Version „High Rise“ ausprobiert. Der Stoff ist eine nicht so teure Baumwolle mit ein bißchen Elasthan, also geeignet für einen Versuch. Bei Bedarf hätte ich oben Länge rausgenommen.
Der nächste Punkt ist meine Taille, die kaum schmaler wie meine Hüfte ist, also nicht den Proportionen der Schnittmuster entspricht. Genaues Nachmessen sprach dann auch eindeutig dafür, die Taille eine Größe größer zuzuschneiden wie den Rest ab der Hüfte. Es sieht schon komisch aus, einen Schnitt von der Hüfte an in einer fast geraden Linie zur Taille laufen zu lassen. Aber das als allererstes zugeschnittene Taillenbündchen zeigte, das ist richtig. Beim Nähen habe ich immer wieder probiert, aber der von mir angepasste Schnitt ist richtig und ich habe auch aus der Höhe nichts rausgenommen. Die Hose sitzt :)). Üblicherweise trage ich meine Oberteile immer über dem Bund.
Für die hohe Jeansvariante gibt es im Schnitt ein anderen Taschenbeutel, der vorn im Reißverschlußschlitz mitgefaßt ist. Den habe ich diesmal auch ausprobiert. Mache ich aber nicht wieder, denn das sind mir zuviele Stofflagen vorne am Schlitz, das war unangenehm beim Umbügeln, ließ sich aber problemlos nähen, erstaunlicherweise. Da der Stoff sehr dehnbar ist, habe ich den Taillenbund mit einer festen Webware verstürzt, nicht das er sich beim Tragen zu sehr ausdehnt. Als Verschluß habe ich wieder Haken und Öse angenäht, einen Knopf außen drauf nur als Zierde. Das hat sich bei der 1. Jeans für mich bewährt.

Das Münztäschchen habe ich auf die linke Seite genäht. Rechts habe ich bei der 1. Jeans immer wieder aus Versehen versucht da viel zu große Sachen reinzustopfen. Damit frau auch alles im Taillenbereich genau sehen kann, habe ich mein Sweatshirt hochgeschoben für die nächsten Fotos.
Die Taschen hinten habe ich wieder mit dem gleichen Kringel wie bei der 1. Jeans verziert. Diesmal habe ich auch den Beitrag von Closet Core zum Sitz der hinteren Taschen gelesen; darum hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht. Bei Kaufjeans hatte ich schon reichlich andere Kriterien im Kopf, die sich immer schlechter erfüllen ließen. Aber jetzt habe ich auch darauf geachtet. Wir haben nirgends zwei Spiegel gegenüber, also verdreht sich frau ziemlich, um das sehen zu können. Wie weit die Beurteilung dann stimmt, sei dahin gestellt. Jedenfalls habe ich meine Gesäßtaschen nochmal abgetrennt und ein bißchen nach oben und zur Mitte hin verschoben.
Wenn ich die Hose anziehe, fühlt sie sich einfach gut und richtig an. Beim Fotografieren jetzt für den MeMadeMittwoch fiel mir auf, daß auf der Rückseite viele Falten sind. Die Hose ist high Rise und eigentlich kann ich sie ein Stück höher in die Taille ziehen, dann sind es weniger Falten. Ändern werde ich diese Hose jetzt nicht mehr, schlechter wie Kaufjeans sitzt sie auch nicht.
Mal sehen, wie sich die Hose auf Dauer trägt. Es wird sicher eine weitere Hose geben, dann natürlich mit weiteren Veränderungen.
Jetzt werde ich erstmal schauen, was die anderen, gutgekleideten Damen auf dem MeMadeMittwoch so zeigen.




